
Die Trennkrone erfüllt zwei Funktionen. Die erste besteht darin, die Sendeantennen – z. B. Sektorantennen – physisch voneinander zu trennen. Antennen zeichnen sich durch eine Rückstrahlung aus, die zu Interferenzen und Signalstörungen führen kann. Da die Stärke des elektromagnetischen Feldes mit dem Quadrat der Entfernung abnimmt, verringert bereits ein geringer Abstand die gegenseitige Beeinflussung der Antennen erheblich. Es empfiehlt sich, die technischen Daten der Geräte zu überprüfen, um den vom Hersteller empfohlenen Mindestabstand zu ermitteln.
Die zweite Funktion der Trennkrone besteht in der Torsionsversteifung des Mastes – dies ist durch die Installation eines zusätzlichen Seilsatzes möglich. Antennenmasten weisen eine hohe Widerstandsfähigkeit gegenüber vertikalen Kräften, eine mittlere gegenüber seitlichen Kräften (dank der Abspannseile) und eine relativ geringe gegenüber Torsionskräften auf, da die klassische Seilage dem nur geringfügig entgegenwirkt. Torsion kann bei starkem Wind oder bei Wartungsarbeiten am Mast ein Problem darstellen. Sie ist besonders nachteilig für Richtfunkverbindungen, die durch die Drehung des Mastes ihre gegenseitige Ausrichtung verlieren können. Die Trennkrone verbessert diese Situation erheblich.
